Modul 2+: Ausbildung zum VHT-Guide

Ziele

Das Modul 2+ bietet die Möglichkeit, die Kenntnisse aus den Modulen 1 und 2 zu vertiefen sowie die Methode selbstständig zur Interaktionsanalyse und für den fachlichen Austausch im eigenen Arbeitsfeld anzuwenden.

Voraussetzungen

Die Teilnehmer*innen sollten einen pädagogischen oder sozialen Beruf erlernt bzw. umfangreiche Erfahrungen in diesen Gebieten erworben haben. Weiterhin wurden die Module 1 und 2 erfolgreich absolviert.
Darüber hinaus ist es wünschenswert, dass die Methode im eigenen Arbeitsfeld angewendet werden kann. Die Teilnehmer*innen haben Feldkompetenz erworben.

Theorie-Praxis-Seminar

Im Rahmen dieses Seminares werden arbeitsfeldspezifische Aufträge erarbeitet. Schwerpunkt liegt dabei auf der Planung und Durchführung von Videoanalyseprozessen.

Supervisionen

Supervisionen werden am erstellten Bildmaterial der Teilnehmer*innen durchgeführt. Ziel ist es, die Kenntnisse und Fähigkeiten der Teilnehmer*innen in der ressourcenorientierten Bildanalyse und der Analyse der Interaktionen zu erweitern und zu vertiefen.
Dafür werden Bilder aus dem Analyseprozess zielorientiert zusammengestellt und in arbeitsfeldrelevanten Kontexten präsentiert. Die Bilder werden für den fallspezifischen, interdisziplinären Austausch genutzt. Es geht darum, Kommunikationsprinzipien für einen gelungenen Kontakt bewusst anzuwenden.

Umfang

  • Supervisionen am eigenen Bildmaterial – 9 Stunden
  • 3 Analyseprozesse1 im Arbeitsfeld
  • 1 Theorie-Praxis-Seminar – 8 Unterrichtseinheiten a 45 Minuten
  • 3 Fallpräsentationen im eigenen Arbeitskontext

Studienbuch

Die Teilnehmer/innen führen eigenverantwortlich ein Studienbuch, um den quantitativen Nachweis der Weiterbildung zu dokumentieren. Im Studienbuch werden festgehalten:

  • die Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme an den Modulen 1 und 2,
  • die Anzahl und Daten der Analyseprozesse,
  • die Anzahl der Videoaufnahmen,
  • die Anzahl und Daten der Supervisionen,
  • die Anzahl und Daten der Fallpräsentationen,
  • die Teilnahme am Theorie-Praxis-Seminar,
  • die schriftliche Bearbeitung einer Falldokumentation.

Abschluss

Die Zertifizierung erfolgt durch eine/einen vom Landesverband benannten Ausbilderin/Ausbilder. Zur Zertifizierung müssen vorliegen:

  • das vollständig ausgefüllte Studienbuch,
  • eine schriftliche Falldokumentation,
  • ein Zusammenschnitt von maximal 15 Minuten Dauer, der die Arbeit des Teilnehmers/der Teilnehmerin mit folgenden Bestandteilen dokumentiert:
    • ein von ihr/ihm gestalteter Analyseprozess,
    • kurze Sequenzen aus Präsentationen im Arbeitsfeld,
    • den eigenen Entwicklungsprozess.

Die Zertifizierung erfolgt durch eine vom Landesverband benannte Ausbilder*in. Zur Zertifizierung müssen vorliegen:

  • das vollständig ausgefüllte Studienbuch,
  • eine schriftliche Falldokumentation,
  • ein Zusammenschnitt von maximal 15 Minuten Dauer, der die Arbeit der Teilnehmer*in mit folgenden Bestandteilen dokumentiert.
    Der Zusammenschnitt enthält:
    • Aufnahmen aus einem von ihr gestalteten Analyseprozess,
    • kurze Sequenzen aus Fallpräsentationen im Arbeitsfeld,
    • Bilder aus dem eigenen Entwicklungsprozess.

Die Teilnehmer*innen werden nach folgenden Kriterien eingeschätzt:

  • die Fähigkeit, eine ressourcenorientierte Interaktionsanalyse/Mikroanalyse von Videoaufnahmen durchzuführen,
  • entwicklungsrelevante Bilder in der interdisziplinären Zusammenarbeit zu präsentieren,
  • die Kontaktprinzipien anzuwenden.

Zertifikat

Es wird ein Zertifikat des Bundesverbandes der SPIN-DGVB ausgestellt.

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