Modul 3: Ausbildung zum VHT-Coach

Ziele

Die Teilnehmer*innen erlernen eine ressourcenorientierte und aktivierende Gestaltung von Entwicklungsprozessen mit der VHT- Methode und erwerben damit:

  • Beratungskompetenz zur Leitung, Steuerung und selbständigen Durchführung von Beratungsprozessen in unterschiedlichen Kontexten unter Anwendung von Videoaufnahmen,
  • die Systemkompetenz, um Entwicklungsprozesse mit Hilfe der Basiskommunikation zu fördern und zu lenken,
  • die persönlichen Kompetenzen zur Erweiterung von Empathie und Selbstreflexion.

Voraussetzungen

Um am Modul 3 teilnehmen zu können, müssen die Teilnehmer*innen erfolgreich die Module 1 und 2 oder 1, 2 und 2+ absolviert haben. Darüber hinaus haben die Teilnehmer*innen ein Tätigkeitsfeld, das die praktische Anwendung der Methode VHT ermöglicht.

Theorie-Praxis-Seminar

Die Teilnehmer*innen erarbeiten sich Kenntnisse:

  • zu Themen der jeweiligen Arbeitsfelder im Kontext der Videoanalyse,
  • zur Prozessanalyse, -steuerung und -dokumentation,
  • zur Arbeit mit dem Trajektplan, einem Instrument aus dem VHT,
  • zu Methoden der Beratung.

Weitere Themenschwerpunkte können entsprechend den Arbeitsfeldern der Teilnehmer*innen gesetzt werden.

Peergroup-Treffen

Die Peergroup bietet eine Möglichkeit für eigenverantwortliches Lernen in Form von kollegialer Beratung in selbst organisierten Kleingruppen. Hier kann eigenständig die Analyse der Videoaufnahmen erprobt werden.

Supervisionen

Die Supervisionen im Rahmen der Ausbildung haben das Ziel, die Teilnehmer*innen zu befähigen, Beratungen eigenständig auf Basis der Prinzipien des VHTs durchzuführen. Gemeinsam werden die Fragestellung und der Beratungsauftrag geklärt.

Dazu erfolgen:

  • vertiefende Analysen der Videoaufnahmen,
  • Arbeiten am Bild (Standbilder, Slowplay, kleine Schritte am Bild),
  • Rückschauen am Bild,
  • Mikroanalysen von Interaktionssequenzen,
  • Reflexion der Beratungspraxis,
  • Erlernen der Ablaufstruktur: Aufnahme, Rückschau und Auswertung,
  • Präsentationen der Methode VHT® vor Fachpublikum,
  • Reflexion der professionellen Entwicklung.

Die Teilnehmer*innen nehmen in diesem Rahmen die Begleitung einer persönlichen Interaktionsanalyse in Anspruch. Darin wird eine Frage aus dem beruflichen Kontext der Teilnehmer*innen bearbeitet. Die persönliche Interaktionsanalyse dient der Selbsterfahrung mit der Methode. Der Umfang wird mit der Ausbilder*in festgelegt.

Zwischenauswertung

Für Teilnehmer*innen, die direkt nach dem Modul 2 das Modul 3 wählen (ohne Modul 2+), findet in der Mitte des Moduls 3 eine Zwischenauswertung statt. Dafür stellt die Teilnehmer*in Videobilder aus den bisherigen Beratungsprozessen und zur eigenen Entwicklung zusammen und reflektiert den bisherigen Ausbildungsprozess. Die Ausbilder*in gibt eine Rückmeldung zum bisherigen Entwicklungsprozess.

Umfang

Die größere Zahl (höherer Stundenumfang bzw. höhere Anzahl) gilt für Teilnehmer/innen, die nicht an dem Modul 2+ teilgenommen haben und die kleinere Zahl für Teilnehmer/innen, die bereits Modul 2+ absolviert haben.

  • Die begleitete persönliche Interaktionsanalyse
  • Supervisionen am eigenen Bildmaterial – 24/15 Zeitstunden
  • Theorie-Praxis-Seminare – 24/16 Unterrichtseinheiten
  • 2 Peergroup-Treffen
  • Teilnahme an einer Fachveranstaltung von SPIN-DGVB.
  • Durchführung von 6/3 Prozessen
  • 3 Präsentationen der Methode VHT vor Fachpublikum
  • Dokumentation des Studienbuches

Studienbuch

Die Teilnehmer*innen führen eigenverantwortlich ein Studienbuch, um den quantitativen Nachweis der Ausbildung zu dokumentieren. Festgehalten Im Studienbuch werden Nachweise über:

  • die Teilnahme an den Modulen 1 und 2 (und ggf. 2+)
  • die persönliche Interaktionsanalyse
  • die Anzahl und Daten der Beratungsprozesse
  • die Anzahl und Daten der Supervisionen
  • die Zwischenauswertung
  • die Anzahl und Daten der Präsentationen
  • die Teilnahme an den Theorie-Praxis-Seminaren
  • das Thema der Abschlussarbeit
  • die Peergroup-Treffen.

Abschluss

Die Zertifizierung erfolgt durch ein Mitglied der Zertifizierungskommission des SPIN Deutschland e.V. Zur Zertifizierung legen die Teilnehmer/innen vor:

  • das vollständig ausgefüllte Studienbuch,
  • eine Abschlussarbeit zu einem theoretischen Thema oder einem Praxisbeispiel (siehe dazu: „Anforderungen Abschlussarbeit“),
  • einen maximal 20-minütigen Video-Zusammenschnitt aus zwei Beratungsprozessen und der eigenen Entwicklung,
  • die Präsentationen
  • und ggf. weitere Aktivitäten der Methode Video-Home-Training (VHT)®.

Die Beurteilung der Teilnehmer/innen findet nach folgenden Kriterien statt:

  • Bild-für-Bild-Interaktionsanalyse von Videoaufnahmen durchführen und die Bilder aktivierend präsentieren,
  • Basiskommunikation in der Familie/dem System lenken,
  • sich auf Stärken der Familie/des Systems konzentrieren, ohne die Problematik und Risiken aus dem Auge zu verlieren,
  • mit den Kontaktprinzipien sowohl anhand von Video-Aufnahmen als auch im Rahmen des schriftlichen Materials der Hilfe- oder Trajektpläne zu arbeiten.

Die einstündige Zertifizierung erfolgt durch ein Mitglied der Zertifizierungskommission des Bundesverbandes der SPIN-DGVB.
Zur Zertifizierung legen die Teilnehmer*innen vor:

  • das vollständig ausgefüllte Studienbuch,
  • eine Abschlussarbeit zu einem theoretischen Thema oder einem Praxisbeispiel (siehe dazu: „Anforderungen an die Abschlussarbeit“),
  • einen maximal 20-minütigen Video-Zusammenschnitt mit Bildern aus
    • zwei Beratungsprozessen und
    • der eigenen Entwicklung,
    • den Präsentationen und
    • ggf. weiteren Aktivitäten mit der Methode VHT.

Die Beurteilung der Teilnehmer/innen findet nach folgenden Kriterien statt:

Die Fähigkeit

  • Bild-für-Bild-Interaktionsanalyse von Videoaufnahmen durchzuführen und die Bilder aktivierend zu präsentieren,
  • die Basiskommunikation in der Familie/dem System zu lenken,
  • sich auf Stärken der Familie/des Systems zu konzentrieren, ohne die Problematik und Risiken aus dem Auge zu verlieren,
  • mit den Kontaktprinzipien sowohl anhand von Video-Aufnahmen als auch im Rahmen des schriftlichen Materials der Hilfe- oder Trajektpläne zu arbeiten.

Zertifikat

Es wird ein Zertifikat des Bundesverbandes der SPIN -DGVB über die Berechtigung zur selbstständigen Anwendung der VHT-Methode in allen Arbeitsfeldern ausgestellt.

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